Bava Kamma 160

Kapitel 160

א שמואל לא עייל קמיה דרב אסי רב אסי לא עייל קמיה דרב אמרי מאן נתרח נתרח שמואל וניתי רב ורב אסי
1 Šemuél trat nicht vor R. Asi ein, und R. Asi trat nicht vor Rabh ein Da überlegten sie, wer warten solle. – Šemuél warte. Rabh und R. Asi mögen zuerst eintreten, und zwar einer von beiden nachher.
ב ונתרח רב או רב אסי רב מילתא בעלמא הוא דעבד ליה לשמואל משום ההוא מעשה דלטייה אדבריה רב עליה
2 Rabh tat dies nur aus Zuvorkommenheit gegen Šemuél, denn wegen jenes Ereignisses, wo er einmal einen Fluch über ihn ausgesprochen hatte, ordnete er sich ihm unter.
ג אדהכי והכי אתא שונרא קטעיה לידא דינוקא נפק רב ודרש חתול מותר להורגו ואסור לקיימו ואין בו משום גזל ואין בו משום השב אבידה לבעלים
3 Währenddessen kam eine Katze und biß dem Kinde eine Hand ab. Darauf ging Rabh hinaus und trug vor: Eine Katze darf man töten, aber nicht halten; bei dieser hat das Verbot des Raubes und das Gebot des Wiederbringens einer verlorenen Sache zum Eigentümer keine Geltung. –
ד וכיון דאמרת מותר להורגו מאי ניהו תו אסור לקיימו מהו דתימא מותר להורגו איסורא ליכא קמ"ל
4 Wenn es schon heißt, man dürfe sie töten, wozu heißt es weiter, es sei verboten, sie zu halten!? – Man könnte glauben, es sei nur sie zu töten erlaubt, jedoch sie zu halten nicht verboten, so lehrt er uns. –
ה אמרי וכיון דאמרת אין בו משום גזל מאי ניהו תו אין בו משום השב אבידה לבעלים אמר רבינא לעורו
5 Wenn es schon heißt, bei dieser habe das Verbot des Raubes keine Geltung, wozu heißt es weiter, daß man sie dem Eigentümer nicht wiederzubringen brauche!? Rabina erwiderte: Das Fell.
ו מיתיבי רבי שמעון בן אלעזר אומר מגדלין כלבים כופרין וחתולין וקופין וחולדות סנאים מפני שעשויין לנקר את הבית לא קשיא הא באוכמא הא בחיורא
6 Man wandte ein: R. Šimo͑n b. Elea͑zar sagte: Man dürfe Dorfhunde, Katzen, Affen und Heckenwiesel halten, weil sie das Haus säubern!? – Das ist kein Einwand, das eine gilt von einer schwarzen, das andere gilt von einer weißen.
ז והא מעשה דרב אוכמא הוה התם אוכמא בר חיורא הוה והא מבעיא בעיא ליה רבינא
7 Beim Ereignisse mit Rabh war es ja aber eine schwarze!? – Es war eine schwarze, Tochter einer weißen. –
ח דבעי רבינא אוכמא בר חיורא מהו כי קמבעיא ליה לרבינא באוכמא בר חיורא בר אוכמא מעשה דרב באוכמא בר חיורא בר חיורא הוה
8 Aber hinsichtlich einer solchen fragte ja Rabina, denn Rabina fragte, wie es sich mit einer schwarzen, Tochter einer weißen, verhalte!? – Rabina fragte hinsichtlich einer schwarzen, Tochter einer weißen, Tochter einer schwarzen, das Ereignis mit Rabh aber geschah mit einer schwarzen, Tochter einer weißen, Tochter einer weißen.
ט (חב"ד בי"ח בח"ן סימן) אמר רבי אחא בר פפא משום רבי אבא בר פפא משום רבי אדא בר פפא ואמרי לה אמר ר' אבא בר פפא משום רבי חייא בר פפא משום רבי אחא בר פפא ואמרי לה אמר ר' אבא בר פפא משום רבי אחא בר פפא משום רבי חנינא בר פפא
9 R. Aḥa b. Papa sagte im Namen des R. Abba b. Papa im Namen des R. Ada b. Papa, manche sagen: R. Abba b. Papa sagte im Namen des R. Ḥija b. Papa im Namen des R. Aḥa b. Papa, und manche sagen: R. Abba b. Papa sagte im Namen des R. Aḥa b. Papa im Namen des R. Ḥanina b. Papa:
י מתריעין על החיכוך בשבת ודלת הננעלת לא במהרה תפתח והלוקח בית בארץ ישראל כותבין עליו אונו אפילו בשבת
10 Man darf am Šabbath wegen der Krätze lärmblasen. Die Tür, die geschlossen ist, wird nicht so schnell geöffnet. Wenn jemand im Jisraéllande ein Haus kauft, so schreibe man ihm die Verkaufsurkunde selbst am Šabbath.
יא מיתיבי ושאר פורעניות המתרגשות ובאות על הצבור כגון חיכוך חגב זבוב צירעה ויתוש ושילוח נחשים ועקרבים לא היו מתריעין אלא צועקים
11 Man wandte ein: Wegen anderer Plagen, die über die Gemeinde hereinbrechen, wie Jucken, Heuschrecken, Bremsen, Hornisse, Mücken und Aufreizungen von Schlangen und Skorpionen, pflegt man nicht zu lärmen, sondern zu flehen!? –
יב לא קשיא כאן בלח כאן ביבש דאמר רבי יהושע בן לוי שחין שהביא הקב"ה על המצרים לח מבחוץ ויבש מבפנים שנאמר (שמות ט, י) ויהי שחין אבעבועות פורח באדם ובבהמה
12 Das ist kein Einwand, das eine gilt von feuchter, das andere gilt von trockener. R. Jehošua͑ sagte nämlich: Die Krätze, die der Heilige, gepriesen sei er, über die Miçrijim gebracht hatte, war feucht von außen und trocken von innen, denn es heißt:<i>und es entstand aufbrechender Grind und Blattern an Menschen und Tieren</i>. –
יג ודלת הננעלת לא במהרה תפתח מאי היא מר זוטרא אמר סמיכה רב אשי אמר כל המריעין לו לא במהרה מטיבין לו רב אחא מדיפתי אמר לעולם אין מטיבין לו ולא היא רב אחא מדיפתי מילתא דנפשיה הוא דאמר
13 Was heißt: die Tür, die geschlossen ist, wird nicht so schnell geöffnet? Mar Zuṭra erklärte: Die Ordination. R. Aši erklärte: Wem es schlecht geht, dem geht es nicht so schnell gut. R. Aḥa aus Diphte erklärte: Dem geht es niemals gut. Dies ist aber nichts, R. Aḥa aus Diphte spricht nur von sich selber.
יד והלוקח בית בארץ ישראל כותבין עליו אונו אפילו בשבת בשבת סלקא דעתך
14 «Wenn jemand ein Haus im Jisraéllande kauft, so schreibt man ihm die Verkaufsurkunde selbst am Šabbath.» Am Šabbath, wie ist dies möglich!? –
טו אלא כדאמר רבא התם אומר לנכרי ועושה ה"נ אומר לנכרי ועושה ואע"ג דאמירה לנכרי שבות היא משום ישוב ארץ ישראל לא גזרו ביה רבנן
15 Vielmehr, wie Raba dort erklärt hat, man sage einem Nichtjuden und er tue dies, ebenso sage man es auch hierbei einem Nichtjuden, und er tue dies. Und obgleich die Beauftragung eines Nichtjuden des Feierns wegen [verboten] ist, so haben die Rabbanan dies dennoch nicht verboten, wegen der Besiedelung des Jisraéllandes.
טז אמר רבי שמואל בר נחמני אמר רבי יונתן הלוקח עיר בארץ ישראל כופין אותו ליקח לה דרך מארבע רוחותיה משום ישוב ארץ ישראל:
16 R. Šemuél b. Naḥami sagte im Namen R. Jonathans: Wenn jemand eine Stadt im Jisraéllande kauft, so nötigt man ihn, einen Weg an allen vier Seiten zu errichten, wegen der Besiedelung des Jisraéllandes.
יז ת"ר עשרה תנאין התנה יהושע
17 Die Rabbanan lehrten: Zehn Verordnungen traf Jehošua͑: Daß man?